Rohmaterial für Latexmatratzen

Latexmatratzen bestehen vorwiegend aus Naturgummi (Latex). Latex ist der weiche, zähflüssige Saft von Gummibäumen. Er wird gesammelt, um daraus Latex, Schaumgummi und Gummi herzustellen. Teilweise wird er mit synthetischen Anteilen versetzt, dies ist wichtig, um der Matratze eine gewisse Stabilität zu geben, die sie ohne diese Zusätze nicht erlangen könnte. Der Anteil an Naturlatex ist je nach Qualität sehr unterschiedlich und kann variieren. Er kann von 0 % Naturlatex, dies ist eine Synthese-Latex-Matratze bis hin zu 100 % Latex reichen. Wobei letztere die qualitativ hochwertigere ist, sie enthalten keine Weichmacher oder Schadstoffe, die ausdünsten können.

Herstellung einer Latexmatratze

Es gibt verschiedene Verfahren, um eine Latexmatratze herzustellen. Das Dunlop-Verfahren, hier wird das Latex gewischt, um Lufteinschlüsse zu erhalten. Dadurch erhält es eine andere Viskosität, es wird zähflüssiger und kann so besser verarbeitet werden. Bei einem anderen Verfahren wird der Latex gepeitscht, bzw geschlagen. Dadurch erhält man ein hochwertigeres Latex, das sich besser für Matratzen eignet. Bei der Vulkanisation wird dann das Verfahren abgeschlossen. Hierbei wird der Latex in einer Stahlform erhitzt. Eine Stiftlatex-Matratze entsteht durch die Löcher, in denen die Heizstifte zur Erwärmung angebracht sind. Wichtig ist es zu erwähnen, dass die Matratze aus Naturlatex von höherer Qualität ist, als die aus künstlichem Latex. Sie enthält keine Weichmacher oder Zusatzstoffe.

Für wen ist eine Latexmatratze geeignet?

Eine geeignete Matratze ist auch für Allergiker wichtig z.B. in der Weise, dass sich keine Staubpartikel im Inneren der Matratze festsetzen können. Dies ist bei der Naturlatex-Matratze sowie bei der künstlichen Latexmatratze eine festliegende Eigenschaft. Wohingegen die Naturlatexmatratze eine bessere Luftzirkulation aufweist. Diese hat die Matratze aus künstlichem Latex nicht. Sie verhindert die Luftzirkulation eher noch. Daher regt sie zum Schwitzen an. Zudem ist sie häufig im Winter zu kalt und im Sommer zu warm. Eine Matratze aus Naturlatex regelt dies besser, aufgrund der erwähnten Luftzirkulation. Bei künstlichen Latexkernen muss ein Belüftungssystem eingerichtet sein, mit dem die Luft nachts, während des Schlafens zirkulieren kann. Über Luftröhren (Stiftlatex) oder Luftkammern ( Kavernenlatex) kann Feuchtigkeit gleichzeitig auch nach außen gelangen.

Verarbeitung einer Latexmatratze

Bei gängigen Matratzen ist der Latexkern bis zu 16 cm hoch. Er ist mit unterschiedlichen Überzügen bezogen, wie einem Drellbezug, Frotteebezug, Velours oder (Doppeltuch-)Jerseybezug. Er wird mit Schafwolle, Baumwolle, PE-Vlies, Viskose, Wildseide oder anderen Materialien versteppt. Dies sorgt für einen ausreichenden Abstand zwischen der eigentlichen Latexmatratze und dem Benutzer. Die Latexmatratze lässt sich von fast allen Benutzern verwenden. Sie steht keiner anderen Matratze im Ligekomfort nach, sie kann auch in drei bis sieben unterschiedliche Liegzonen unterteilt gekauft werden. Für Allergiker ist eine Latexmatratze durchaus geeignet, da Milben in Latexmatratzen nicht so häufig festsetzen. Es kann eine bei mindestens 60 Grad Celsius waschbare Hülle benutzt werden. Dies ist ein weiterer Vorteil bei Hausstauballergie.
Des weiteren gibt es Schichtlatexmatratzen. Sie sind aus mehreren Schichten Latex zusammengesetzt. Zudem können auch Schaumstoff-Elemente verwendet werden. Diese Einzelteile werden mit Klebstoff zusammengehalten.
Eine Latexmatratze passt sich sehr gut der Körperkontur und dem Lattenrost an und dient mit einer hervorragenden Punktelastizität. Jedoch gehört eine Latexmatratze zu den sehr schweren Matratzen und ist z.B. beim Transport unhandlich