Allgemeines zu Wollmatratzen

Früher scharrten die Menschen Blätter und Reisig zu einer Schlafunterlage zusammen. Später wurden dann Tierhäute als Matratze benutzt. Das ist heute natürlich nicht mehr so. Es gibt keine universelle Matratze, die für alle und jeden die ideale ist. Je nach Körperbau, Geschmack und / oder individuellem Empfinden muss die passende Unterlage gefunden werden. Es gibt viele verschiedene Matratzenarten, die Wollmatratze ist eine davon. Wollmatratzen sind den bekannten Futons äußerlich recht ähnlich. Das heißt, sie erinnern eher an eine niedrige Liege oder an ein Bett, das am Kopfende und Fußende offen ist.
Entgegen der gängigen Meinung sind Wollmatratzen für Hausstaubmilbenallergiker nicht belastender als zum Beispiel Latexmatratzen oder Kaltschaummatratzen. Milben halten sich in dem Material der Wollmatraten nicht besser als in den Unterlagen aus anderen Materialien. Wollmatratzen werden oft als angenehme Schlafunterlage empfunden. Sie sind nicht zu hart, aber auch nicht zu nachgiebig, so dass der Körper immer noch gut gestützt werden kann.

Füllung und Vorteil der Wollmatratzen

Wollmatratzen werden mit Schurwolle von Schafen gefüllt. Der Vorteil dabei ist, dass reine Schurwolle in der Lage ist, Feuchtigkeit aufzunehmen. Sie hat dazu spezielle Kapillaren, die die vom Körper abgegebene Feuchtigkeit aufnehmen und wieder nach außen leiten können. So entsteht ein regelrechter klimatischer Kreislauf. Wird die Wolle völlig so belassen, wie sie von der Natur "hergestellt" wird, wirkt sie zusätzlich antibakteriell. Dazu darf sie nicht komplett entfettet werden. Das Lanolin, das natürliche Wollfett, bleibt so erhalten und entfaltet seine antibakterielle Wirkung.

Einsatz von Wollmatratzen

Überwiegend werden Wollmatratzen als Auflage bei den so genannten Dual Matratzen Systemen verwendet. Dabei werden sie mit Matratzen aus Latex oder Kaltschaum kombiniert. Damit sind sie so etwas wie der Nachfolger des Unterbetts, das früher Standard war, heute jedoch etwas aus der Mode gekommen ist. So können sie für ein trockenes, ausgeglichenes Schlafklima sorgen. Es ergibt sich ein komplettes Liegesystem. Dabei ist die untere Matratze für die Flexibilität zuständig, die obere für das Klima. Sie hat also die Aufgabe, das Schlafklima zu regulieren und Feuchtigkeit aufzunehmen und abzuleiten, bzw. wieder an die Außenluft abzugeben.

Nachteile der Wollmatratzen

Schafwolle hat den Nachteil, dass sie leicht filzt. Um dem entgegen zu wirken, muss die Wollmatratze gut und häufig gelüftet werden. Außerdem sollte sie regelmäßig gewendet werden.